Seit 2014 setzt das Panorama- und Wellnesshotel Taljörgele im Ridnauntal vollständig auf Holzenergie zur Deckung seines Wärme- und Strombedarfs. Drei Holz-Kraft-Anlagen des Typs "HKA 45" sorgen für eine zuverlässige und umweltfreundliche Energieversorgung. Bereits im ersten Betriebsjahr erreichten die Anlagen eine beeindruckende Laufzeit von rund 8.400 Stunden. 2015 wurde sogar die Marke von 8.500 Stunden überschritten – das entspricht einer Anlagenverfügbarkeit von über 97 % pro Jahr. Von diesem nachhaltigen Energiekonzept profitieren sowohl die Gäste als auch die Hotelinhaber: Urlauber genießen ihren Aufenthalt CO₂-neutral, während das Hotel energieunabhängig wirtschaftet und durch die Einspeisung von Strom aus den Holzgas-BHKWs sowie dem Verkauf der Wärme über ein Nähwärmenetz zusätzliche Einnahmen erzielt.
CO2-neutrale Energie für Wellnesshotel und Nahwärmenetz mittels Holzgas-BHKWs
Der energieintensive Hotelbetrieb mit 120 Betten, Küchen- und Bewirtungseinrichtungen, eine Innen- und Außenpoolanlage sowie der Wellness- und Spabereich mit Saunalandschaft sind die Spitzenabnehmer der erzeugten Holzenergie. Der Hotelbetrieb benötigt rund 280kW an Wärmeleistung. Zudem versorgt die Holz-Kraft-Kaskade ein Nahwärmenetz, an dem ein landwirtschaftlicher Betrieb und drei Privathäuser angeschlossen sind. Zur Versorgung der Spitzenlast im Winter sowie bei größeren Servicearbeiten steht ein Biomasseheizkessel zur Verfügung.
17 % des erzeugten Stromes decken den Energieverbrauch der Familie Haller betrieblich wie privat, die restliche elektrische Energie wird gegen Vergütung in das öffentliche Stromnetz eingespeist.
Lokales Abfallholz als Brennstoff für Holzgas-BHKWs
Wenige Gehminuten entfernt, am Reiterhof Taljörgele, befindet sich das Holzkraftwerk der Hotelinhaberfamilie Haller. In Ihrem Holzkraftwerk sind die drei Holzvergaser-Anlagen von Spanner Re² installiert. Auch die Brennstoffaufbereitung erfolgt dort. Als Brennstoff wird ausschließlich lokales Abfallholz verwendet. Mit einem Hacker wird das Holz zu Hackschnitzel aufbereitet. Weder Feinteile noch Langteile müssen aus dem fertigen Brennmaterial herausgesiebt werden. Eine Doppeltopftrocknung trocknet die noch feuchten Hackschnitzel und fungiert gleichzeitig als Vorratsbunker (2 x 100 m³). Die Holzvergaser werden unmittelbar aus dem Vorratsbunker heraus mit Hackschnitzeln versorgt.
Das Holzkraftwerk
Im Gespräch mit Anlagenbetreiber Eugen Haller, 2015:
Hallo Eugen, was leistet deine Holz-Kraft-Anlage für deinen Hotelbetrieb bzw. dein Nahwärmenetz?
Für uns ist eine ganzjährig gesicherte Wärmeversorgung sehr wichtig. Daher ist das Konzept mit einer Holz-Kraft-Kaskade für uns die ideale Lösung.
Wie hoch ist der Arbeitsauwand?
Je nach Art der Wartung etwa 0 bis 3 Stunden in der Woche je Anlage. Die meiste Arbeitszeit benötigt jedoch die Hackschnitzelwirtschaft, wie etwa die Befüllung der Doppeltopftrocknung oder das Hacken des Basismaterials.
Nachhaltigkeit - ein wichtiger Bestandteil eures Konzeptes?
Ja, das Panorama Resort Taljörgele arbeitet bereits seit mehreren Jahren CO2-neutral und setzt bei all seinen Geschäftsaktivitäten auf umweltfreundliche Entscheidungen. Angefangen beim hauseigenen Holzkraftwerk mit den Holzvergaser-Anlagen von Spanner Re², über das hauseigene Wasserkraftwerk bis hin zu lokalen Produkten im Umkreis von maximal 50 Kilometern. Wir bieten unseren Gästen einen CO2-neutralen Urlaub.
Schon gewusst?
Holzgas-BHKW können auch mit Pellets statt mit Hackschnitzeln betrieben werden.
Holzgas-BHKW von Spanner Re² gibt es auch für den Betrieb mit Pellets. Das spart Zeit und verschlankt die Anlagentechnik - sprechen Sie uns gerne an!


